Scans/Online-Texte: Literatur und Kriminalität

Wie sich die Gelegenheiten ergeben, werden bei »Notizen und Texte« Hinweise und Gelegenheiten zur Online-Lektüre gegeben. Neuaufnahmen werden weiterhin auf dem Blog angezeigt und hier ergänzt.

Joachim Linder (Homepage). 


1712 Matthias Abele von Lilienberg: “Casus VII“. In: … Seltzame Gerichts-Händel
[der Bratwurstfall] 
1776 Jakob Michael Reinhold Lenz: “Zerbin oder Die neuere Philosophie”. In: Deutsches Museum 1776. (Retrospektive Digitalisierung/Zeitschriften der Aufklärung.)
1787 Karl Friedrich Müchler: “Mord aus Liebe”. In: Kriminalgeschichten. Aus gerichtlichen Akten gezogen. Erster Theil [mehr nicht erschienen]. Berlin 1792.
Zuerst in der Berlinischen Monatsschrift (1787).
1787Jacob Friedrich Abel: Charakter und Lebensgeschichte der Christina Schettinger. In: Sammlung und Erklärung ... 2. Theil (1787).
1778 Friedrich Schiller: Beobachtungen bei der Leichen-Öffnung des Eleve Hillers (1778).
1781 Friedrich Schiller: Unterdrücktes Vorwort zu den Räubern. (1781).
1792 Friedrich Schiller: Vorrede zu Merkwürdige Rechtsfälle als ein Beitrag zur Geschichte der Menschheit. (1792).
1800 Friedrich Schiller: Aus den Entwürfen zu einem Trauerspiel, um 1800. (Fragment “Die Polizei”, um 1800).
1808/11 Merkwürdige Rechtsfälle vorgetragen und herausgegeben von Paul Joh. Anselm Feuerbach.. 2 Bde. Giessen: Tasché und Müller, Inhaltsverzeichnis
1808/11 Auszug (Geständnis) aus “Ludwig Christian von Olnhausen, der Brudermörder aus Enthusiasmus für eine Handlungs-Spekulation”. Von Paul Johann Anselm Feuerbach (1808/11).
1808/11 Andreas Bichel, der Mädchenschlächter”. Von Paul Johann Anselm Feuerbach. (1808/11).
1811 Paul Johann Anselm Feuerbach: Eingabe [1811] (= “Feuerbach und Montgelas wider Schillers ‘Räuber’”. Von Staatsoberarchivar Dr. Fridolin Solleder, München. In: Die Heimat. Unterhaltungsbeilage der Münchner Neuesten Nachrichten vom 6.11.1929).
1818 August von Haxthausen: Geschichte eines Algierer-Sclaven”, in: Die Wünschelruthe, 1818.
1819 E. T. A. Hoffmann: “Das Fräulein von Scuderi” (ED: 1819), Auszug (Geständnis Cardillacs).
1826Adolph Müllner: Vertheidigung des Johann Gottlob Pflocksch [...] wegen Entleibung seines Nebenbuhlers [...]. In: Zeitschrift für Criminal-Rechts-Pflege in den preußischen Staaten [...]. 5. Heft, 1826, S. 1-59.
1839Willibald Alexis: "Walladmor". In: Penelope. Taschenbuch für das Jahr 1839. Hg. von Theodor Hell. Leipzig: Hinrichssche Buchhandlung, S. 303-324. 
1840 Otto Ludwig [Emil von Puttkammer]: “Der Todte von St.-Anna’s Kapelle. Ein Criminalfall. Nach Acten und brieflichen Mittheilungen erzählt”. In: Urania. Taschenbuch auf das Jahr 1840. Neue Folge. Zweiter Jahrgang. Mit einem Bildnisse Felix Mendelssohn’s. Leipzig: F. A. Brockhaus 1840, S. 289-422. (Als PDF ausgelagert.)
1843Frances Milton Trollope: Hargrave, or, The adventures of a man of fashion. 3 Vols. London: Henry Colburn 1843. Bei Google.
1844 Protokoll der Hauptverhandlung im Mordverfahren gegen Christiane Ruthardt am 20. 12. 1844 vor dem Criminal-Senat des Königlichen Gerichtshofes zu Esslingen.
1844/45 Hermann Friedrich Autenrieth: Ein 33jähriger Vater ermordet seine 5 Kinder aus Besorgnis für sein und ihr künftiges Schicksal. (1844/45,  Psychiatrisches Gutachten).
1845 Die Enthauptung der Christiane Ruthardt. Zwei Hinrichtungsberichte aus “Der Beobachter. Ein Volksblatt aus Württemberg”. 28.6.1845.
1848Der Polizei-Direktor Duncker und der absolute Polizei-Staat. Berlin: Verlag von Leopold Schlesinger 1848.
1851 Wilhelm Ludwig Demme: “Das Mordwerk auf dem Dom zu Frauenberg”. In: W. L. D.: Das Buch der Verbrechen. Das Interessanteste aus den neunzig Heften meiner Annalen der deutschen und ausländischen Criminalrechtspflege. Ein Volksbuch in vier Bänden. Leipzig: Arnoldische Buchhandlung 1851. Erster Band, S. 285-319. (Vollständiger Text der Darstellung des Falles Kühnapfel.)
1851 Auszug aus obigem: das Geständnis Rudolph Kühnapfels.
1852 Gottfried Keller: Ballade vom jungen Mörder Haube. (1852). 
1853 Auszug aus Karl Rosenkranz: Ästhetik des Häßlichen. Königsberg 1853 (Neuausgabe hg. und mit einem Nachwort versehen von Dieter Kliche. 2. überarb. Aufl. Leipzig: Reclam 1996).
1858 Hermann Kurz: Die blasse Apollonia  (1858).
1863Berthold Auerbachs “Stäflinge” (aus dem 3. Band der Schwarzwälder Dorfgeschichten in der Ausgaben von 1863) gibt es bei Zeno.
1874 Auszug (Geständnis) aus Wilhelm Raabe: Zum wilden Mann (1874).
1874Adolf Rutenberg: Der Criminalroman und das Zeitalter des Modernen. In: Die Gegenwart  5 (1874), S. 37-40, 70-73. (PDF)
1878 Ludwig Anzengruber: Der Verschollene (1878).
1879 Gottfried Keller: Ein Schwurgericht. (1879). Mit Kommentar.
1883J. D. H. Temme über den Polizeirath Duncker (Auszug aus Temmes Erinnerungen von 1883).
1888 Paul Lindau: “Verbrechen oder Wahnsinn” (1888).
1891 Auszug (Geständnis Störzers) aus Wilhelm Raabe: Stopfkuchen. Eine See- und Mordgeschichte. (Deutsche Romanzeitung, 1891).
1904Jakob Julius David: Růžena Čapek (1904).
1908Alfred Lichtenstein: Der Kriminalroman. Eine literarische und forensisch-medizinische Studie mit Anhang Sherlock Holmes zum Fall Hau (1908), Auszüge.
1909Hans Hyan: Sherlock Holmes als Erzieher. (1909). 
1916Albert Hellwig: "Aktenmäßige Fälle über Schundliteratur und Schundfilms als Verbrechensanreiz" in Der Gerichtssaal 84 (1916). Zeitschriftenserver des MPIER.
1923Ernst Weiß: Hodin. Erzählung (1923).
1924 Auszug aus dem “Epilog” zu Alfred Döblin: Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord. (Außenseiter der Gesellschaft, Bd. 1), 1924.
1924 Auszug aus der Einleitung zu Eduard Trautner: Der Mord am Polizeiagenten Blau. (Außenseiter der Gesellschaft, Bd. 3), 1924.
1924 Walter Rose: “Ballastexistenzen” und “Heiterkeit ist unzulässig”. Aus: Justiz. Fragmente. (1924).
1925Sling (d. i. Paul Schlesinger: "Der Mensch, der schießt ..." (um 1925).
1925 Vorwort von Albert Ehrenstein zu Thomas Schramek: Freiherr von Egloffstein. (Außenseiter der Gesellschaft. Die Verbrechen der Gegenwart. Hg. von Rudolf Leonhard. Bd. 11). Berlin: Verlag Die Schmiede 1925, S. 7-12.
um 1925Hermann Ungar: "Tulpe"
1925Hermann Ungar: Die Ermordung des Hauptmanns Hanika. Tragödie einer Ehe. (Außenseiter der Gesellschaft 14) Berlin: Die Schmiede 1925. (PDF)
1926 Erich Wulffen: Kriminalpsychologie. Psychologie des Täters. (1926). Auszug: Drittes Buch: Angewandte Kriminalpsychologie, Kap. 20: Genie und Verbrechen, S. 258-264.
1926 Hugo Bettauer: Der Frauenmörder (Roman, 1926).
1928 Auszug aus Artur Landsberger: Justizmord? Roman. Berlin: Sieben Stäbe-Verlags-GmbH 1928, S. 178-180: Psychiatrisches Gutachten.
1928 Erich Wulffen: Der Sexualverbrecher (1928), Auszug: Fünftes Kapitel: Verbrechen auf sadistischer Grundlage, Abschnitt 22: “Mordlust”, S. 488-492.
1929 Sling (d. i. Paul Felix Schlesinger): “Wie ich Gerichts-Berichterstatter wurde“. In: Richter und Gerichtete, 1929.
1931 Auszug (Geständnis) aus Fritz Lang: M (1931). Drehbuch: Thea von Harbou und Fritz Lang. Zitiert nach: Fritz Lang: M. Protokoll. Mit einem Interview des Regisseurs von Gero Gandert. Hamburg 1963.
1932 Erich Wulffen” von Oberstudienrat Prof. Dingeldey. In: Erich Wulffen. Festschrift zu seinem 70. Geburtstag. Hg. von Reichsgerichtsrat Dr. Baumgarten u. a., S. 12-40. 
1935Harry Kroll (d. i. Werner Leszynski): Mecke macht alles. Kriminalroman. Berlin: 1935.
1935 Zitat aus Walter Benjamin: “Brechts Dreigroschenroman [1935],” in W. B.: Gesammelte Schriften. Bd. III, Hg. von Rolf Tiedemann und Herrmann Schweppenhäuser, Werkausgabe Edition Suhrkamp, Bd. 2. Frankfurt/M.: Suhrkamp, S. 440-449.
1937 Ernst Weiß: Das Ende der Novelle (1937).
1944 Axel Alt: Der Tod fuhr im Zug. Den Akten der Kriminalpolizei nacherzählt. Berlin und Leipzig: Hermann Hillger 1944, Auszug Geständnis. 
1977 Zitat aus Hans Joachim Schneider: Art. “Kriminalroman“, in: Handwörterbuch der Kriminologie. Begr. von Alexander Elster und Heinrich Lingemann. In völlig neu bearb. zweiter Auflage hg. von Rudolf Sieverts und Hans Joachim Schneider. Zweiter Band: Kriminalpolitik – Rauschmittelmißbrauch. Berlin und New York: de Gruyter 1977, S. 47-63, Zit. S. 63.

17.03.2009